Jugendhilfe - unter dem Radar!

In der Pandemie hören wir alle täglich aktuelle Fallzahlen von Coronaerkrankten, Genesenen oder Patienten auf Intensivstationen. Auch die Situation einzelner Berufsgruppen wie die der Pflegekräfte, Lehrer*innen oder Frisör*innen ist bekannt. Viel zu wenig hört man aber über die Mitarbeitenden in der Kinder- und Jugendhilfe.

Denn die Beschäftigten der Jugendhilfe finden bisher keine Berücksichtigung in den coronaspezifischen Landesverordnungen. Dabei sind die gängigen Abstandsregeln in stationären, teilstationären und ambulanten Betreuungssettings fast nie einzuhalten. Kontaktbegegnungen sind hier unvermeidbar und quasi "unser täglich Brot"!

Um für besseren präventiven Gesundheitsschutz für Jugendhilfe-Mitarbeitende einzutreten, wurde nun an die Präsidentin des Landtages NRW eine Petition gestartet. Damit soll auf die Situation dieser systemrelevanten Berufsgruppe aufmerksam gemacht werden, damit z.B. präventive Testungen möglich sind.

Bitte unterstützen Sie diesen Aufruf! Zur Petition geht es gleich hier:

https://www.openpetition.de/petition/online/praeventiver-gesundheitsschutz-fuer-mitarbeitende-in-der-kinder-jugendhilfe

Schlussendlich gibt es aber ganz aktuell eine gute Nachricht: Am 08.02.2021 wurde die neue Coronavirus-Impfverordnung beschlossen, die nun erstmals die Mitarbeitenden der Kinder- und Jugendhilfe berücksichtigt und mit KiTa-Erzieher*innen und Lehrern gleichsetzt. "Das macht uns Mut, dass das Arbeitsfeld nun endlich im Blickwinkel der Politik angekommen ist", so die Geschäftsführerin Ruth Tomerius.

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