Zum Glücklichsein braucht es nicht viel....

Auch in Zeiten von Corona sind der Kreativität der Jugendlichen und Mitarbeiter*innen keine Grenzen gesetzt. Die Wohngruppe Osthaus zeigte in den vergangen Wochen nicht nur handwerkliches Geschick, sondern auch Ausdauer und Abenteuerlust.

Mit einem Abend an der Feuerschale fing alles an: Die Mitarbeiterin Lena brachte zu diesem Anlass ihre "Schwedenstühle" mit, um sich einen gemütlichen Platz am Feuer zu sichern. Da war das Interesse der Jugendlichen geweckt: "So einen möchte ich auch bauen!"

Gesagt, getan. Dachlatten wurden gekauft, Werkzeug organisiert und der Tischtenniskeller in eine Werkstatt umfunktioniert. Gemeinsam wurden dann bis heute exakt neuneinhalb Stühle gesägt, geschliffen und verschraubt. Jeder Jugendliche der Gruppe ist jetzt stolzer Besitzer eines eigenen Schwedenstuhls. Simpel — aber bequem!

Es müssen nämlich gar nicht immer die großen Aktionen sein — sogar eine knackige Wanderung kam bei allen gut an. 15 Kilometer um den Möhnesee legten die neun Jugendlichen und zwei Mitarbeiter*innen an einem Nachmittag zurück. Wer braucht da schon ein Fitnessstudio?

Um die Schwedenstühle auch noch richtig in Aktion zu erleben, wurden diese kurzerhand eingepackt und mit zum Zelten genommen. Das war nämlich das Highlight für die Gruppe: Eine Nacht unter freiem Himmel mit Blick auf die Staumauer des Möhnesees. Sowas hatte bis dato noch keiner von den Jugendlichen erlebt! Würstchen wurden gegrillt und der Abend auf den bequemen selbstgebauten Stühlen verbracht. Eigentlich konnten die Jugendlichen es aber kaum abwarten, endlich ins Zelt und in die Schlafsäcke zu schlüpfen. "Die coolste Aktion, die wir je gemacht haben" war die Meinung aller. Auch wenn die Nacht sehr kurz war — jetzt wünschen sich alle, demnächst etwas länger unterwegs zu sein. Vielleicht ja schon in den nächsten Ferien?

Zurück